Lebensdauer einer Matratze: Darauf kommt es an

5, 10 oder gar 15 Jahre? Wie lange hält eine Matratze üblicherweise? Welche Unterschiede gibt es zwischen den Matratzenarten? Und wie kann ich die Lebensdauer meiner Matratze erhöhen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Haltbarkeit von Matratzen. Spoiler-Alarm: Luftkernmatratzen und Wassermatratzen sind in puncto Lebensdauer die mit Abstand besten Matratzen.

Haltbarkeit der meisten Matratzen auf 10 Jahre beschränkt

Wie lange eine klassische Kaltschaum- oder Federkernmatratze im Einzelfall hält, hängt stark mit deren Qualität zusammen. Matratzen ohne abnehmbaren Verzug beispielsweise verschleißen vergleichsweise schnell. Gleiches gilt für 3-Zonen-Matratzen, die ein Drehen der Matratze unmöglich machen, und damit schnell einseitig abgenutzt werden. So ist es gut möglich, dass Sie Ihre Matratze schon nach 5 Jahren gegen eine neue austauschen müssen. Im Schnitt liegt die Lebensdauer einer Matratze – die richtige Pflege vorausgesetzt – aber immerhin bei rund 10 Jahren. Spätestens nach diesem Zeitraum sollten Sie den Kauf einer neuen Matratze ernsthaft in Erwägung ziehen. Nicht wegen des vermutlich stark gesunkenen Liegekomforts, sondern auch aus hygienischen Gründen.

Diese Faktoren führen zum Matratzen-Verschleiß

Warum die meisten Matratzen innerhalb von 10 Jahren verschleißen, wird klar, wenn wir uns unser eigenes Schlafverhalten vor Augen führen. Viele von uns bevorzugen nachts eine bestimmte Liegeposition und üben daher über Jahre hinweg mehr oder weniger starken Druck auf bestimmte Matratzenbereiche aus. Das setzt dem Material immer mehr zu. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, an dem die Matratze spürbar „durchliegt“.

Aber auch die körpereigene Feuchtigkeit greift das Material an. So verlieren wir Nacht für Nacht nicht nur zahlreiche Hautschuppen, sondern auch bis zu einem halben Liter Schweiß, der teilweise bis in den Matratzenkern vordringen kann. Im schlimmsten Fall kann dies sogar zu Schimmelbildung – und damit einem vorzeitigen Ende des Matratzen-Lebens – führen.

Ganz abgesehen davon, dass Hautschuppen, Schimmel und Co. auch Hausstaubmilben einen idealen Nährboden bieten. Gerade Allergiker können davon ein Lied singen. Allergiker-Matratzen sollten daher besonders hygienisch und leicht zu reinigen sein.

Wann Sie Ihre Matratze austauschen sollten

Nicht jede Matratze verschleißt gleich schnell. Woran also erkennt man, ob eine Matratze noch einige gute Jahre vor sich hat – oder in Kürze ausgetauscht werden sollte? An den folgenden Beobachtungen. Sie sollten Ihre Matratze wechseln, wenn sie

Matratzen-Haltbarkeit erhöhen: 5 Tipps zur Pflege herkömmlicher Matratzen

Mit einem sorgsamen Umgang und der richtigen Pflege können Sie die Lebensdauer Ihrer Matratze deutlich erhöhen. Wir geben Ihnen fünf konkrete Tipps an die Hand, bei deren konsequenten Umsetzung Sie an Ihrer neuen Matratze noch etliche Jahre Freude haben dürften.

1.) Regelmäßige Reinigung ist Pflicht

Hautpartikel, Krümel und sonstige Verschmutzungen greifen das Material einer Matratze über die Jahre hinweg stark an. Umso wichtiger ist es, dass diese nicht durch den Matratzenbezug dringen können. Genau das allerdings passiert, wenn der Bezug nicht regelmäßig gereinigt wird. Als Faustregel gilt daher: Entfernen Sie den Bezug alle drei Monate von der Matratze und waschen Sie diesen gemäß Herstellerangaben in der Waschmaschine. Sollte der Bezug Ihrer Matratze nicht abnehmbar sein, können Sie zumindest versuchen, diesen oberflächlich zu reinigen und im Anschluss auslüften zu lassen. Die Lebensdauer der Matratze wird in diesem Fall aber von vorneherein begrenzt sein. Wichtig: Versuchen Sie nicht, mit dem Staubsauger Krümel vom Bezug zu befreien. Es besteht die Gefahr, dass das Matratzenfutter teilweise angesaugt wird. Das wiederum kann zur Bildung von Dellen führen.

2.) Warum ausreichende Belüftung so wichtig ist

Fast noch wichtiger als die regelmäßige Reinigung des Matratzenbezug ist es, die Matratze gut zu belüften. Dies verhindert, dass sich (insbesondere schweißbedingte) Feuchtigkeit ansammeln und so letztlich Schimmel bilden kann. Am besten wird Ihre Matratze ohne Bettdecke und leicht angehoben belüftet.

3.) Regelmäßiges Drehen und Wenden sorgt für gleichmäßige Abnutzung

Die meisten Matratzen verfügen über 5 oder mehr Liegezonen – und können damit nicht nur gewendet, sondern auch gedreht werden. Es empfiehlt sich, Matratzen mindestens im Zwei-Monats-Rhythmus zu drehen oder zu wenden. Das führt zu einem gleichmäßigen Verschleiß der Matratze – und erhöht damit deren Lebensdauer maßgeblich. Zudem kann die Matratze so besser durchlüftet werden, was die Gefahr von Schimmelbildung senkt.

4.) Matratzenschoner erhöhen die Lebensdauer von Matratzen

Die Sinnhaftigkeit von Matratzenschonern wird von vielen Menschen immer wieder in Frage gezogen. Völlig zu Unrecht. Matratzenschoner, die von oben direkt auf die Matratze (also unter das Betttuch) gelegt werden, halten Schmutzpartikel von der Matratze fern und saugen zudem Feuchtigkeit auf. Damit sind sie ein wichtiges Element der Matratzenpflege. Eine wöchentliche Reinigung ist sinnvoll. Zudem gibt es auch Matratzenschoner, die Sie zwischen Matratze und Lattenrost legen können. Gerade bei einem sehr rauen oder schlecht verarbeiteten Lattenrost können auf diese Weise Schäden an der Matratze verhindert werden.

5.) Lattenrost mit Bedacht wählen

Wie in Tipp 4 bereits angeklungen, sollten Sie auch auf die Wahl eines guten Lattenrostes achten, um die Lebensdauer Ihrer Matratze zu erhöhen. Auf den Kauf von Lattenrosten mit folgenden Merkmalen sollten Sie besser verzichten:

  • Der Lattenrost wirkt sehr rau oder schlecht verarbeitet. Es besteht die Gefahr, dass die Matratze beschädigt wird.

  • Der Abstand zwischen den einzelnen Latten ist zu groß (größer als 6 Zentimeter). In diesem Fall könnte sich die Matratze durchdrücken und so an Liegekomfort verlieren.

  • Der Abstand zwischen den Latten ist zu klein (kleiner als 4 Zentimeter). Hier kann eine Luftzirkulation nicht mehr gewährleistet werden, was zu Feuchtigkeitsstau und Schimmelbildung führen kann.

Wasserbetten und Luftkernbetten: Die Champions in puncto Haltbarkeit

Eine herkömmliche Kaltschaum- oder Federkernmatratze hält selten länger als 10 Jahre. Ist ein Jahrzehnt also das Optimum, auf das Matratzenkäufer hoffen dürfen? Nicht ganz. Wer sich für eine Wasser- oder eine Luftkernmatratze entscheidet, darf auf eine Matratzenhaltbarkeit von bis zu 20 Jahren hoffen. Warum, liegt auf der Hand.

Lebensdauer Wasserbett: Wie lange hält ein Wasserbett?

Wasserbetten halten meist zwischen 12 und 20 Jahren – und das, ohne an Liegekomfort zu verlieren. Kein Wunder, immerhin wird das Gewicht des Liegenden durch die natürliche Wasserverdrängung stets gleichmäßig verteilt. Druckpunkte gibt es keine. Pflegen Sie Ihr Wasserbett regelmäßig mit Konditionierer und Vinylreiniger ist eine Lebensdauer von 20 Jahren nicht unwahrscheinlich.

Gut zu wissen: Wir von Meisel & Gerken bringen über 30 Jahre Erfahrung in der Fertigung von Wasserbetten mit. Auf Material und Nähte des Wasserkerns – dem Herz eines jeden Wasserbetts – gewähren wir daher 12 Jahre Garantie!

Haltbarkeit von Luftkernmatratzen: 20 Jahre sind möglich

Die Lebensdauer von Luftkernmatratzen liegt in der Regel deutlich über der von Kaltschaum- und Federkernmatratzen. Dass die vergleichsweise neue Matratzenart häufig als vergleichbare Alternative zum Wasserbett gehandelt wird, liegt auch an der langen Lebensdauer von Luftkernmatratzen. Auch bei Luftkernbetten ist eine Haltbarkeit von 12 bis 20 Jahren realistisch.

Praktisch: Bei Meisel & Gerken erhalten Sie 12 Jahre Garantie auf den Luftkern!

Das Team von Meisel & Gerken wünscht Ihnen noch viele entspannte Nächte auf der Matratze Ihrer Wahl!