Wasserbett entlüften – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Haben Sie Ihr Wasserbett befüllt, müssen Sie dieses in den nächsten Wochen mehrfach entlüften. Grund dafür sind kleine Luftbläschen, die sich erst allmählich aus dem Wasserbett-Vlies lösen. Aber auch Gas produzierende Bakterien können für das charakteristische Blubbern sorgen. Liegt ein Bakterienbefall vor, stellen Sie vermutlich zudem fest, dass Ihr Wasserbett stinkt. So oder so, in beiden Fällen ist es unumgänglich, dass Sie Ihr Wasserbett entlüften. Wie Sie dabei vorgehen, zeigen wir Ihnen hier.

Schritt 1: Die Vorbereitung

Entfernen Sie zunächst sämtliche Kissen, Decken und Laken von Ihrem Wasserbett, um zu vermeiden, dass diese während des Entlüftungsprozesses nass werden. Stellen Sie außerdem eine Entlüftungspumpe bereit.

Schritt 2: Desinfizierung

Waschen und desinfizieren Sie gründlich Ihre Hände, die Öffnung der Fülltülle sowie das umliegende Vinyl, bevor Sie die Fülltülle öffnen. Der Hintergrund: Bei geöffneter Fülltülle können leicht Keime ins Innere der Wassermatratze gelangen. Ist das der Fall, beginnt Ihr Wasserbett zu stinken – und das vermutlich schon nach wenigen Wochen. Zudem produzieren Bakterien Gase, die ein erneutes Entlüften der Matratze notwendig machen würden.

Schritt 3: Grobe Entlüftung

Öffnen Sie nun die Fülltülle und beginnen Sie, Ihr Wasserbett zu entlüften. Für die grobe Entlüftung benötigen Sie noch keine weiteren Hilfsmittel. Beginnend von den Ecken der Wassermatratze können Sie die Luft einfach in Richtung der Fülltülle ausstreichen. Alternativ können Sie sich auch vorsichtig über die Matratze rollen, um die Luft zur Fülltülle zu bewegen. Achten Sie dabei darauf, dass beim Rollen kein Wasser aus der Fülltülle fließt und Sie keine spitzen Gegenstände (etwa Gürtelschnallen) am Körper tragen, sodass das Vinyl nicht beschädigt werden kann.

Schritt 4: Luft abpumpen

Den Großteil der Luft haben Sie nun bereits aus der Wassermatratze entfernt. Die jetzt noch vorhandene Luft können Sie nur mit einer Entlüftungspumpe entfernen. Schrauben Sie diese auf die Fülltülle und beginnen Sie zu pumpen. Hören Sie erst auf, wenn die Pumpe nur noch Wasser zieht. Nun streichen Sie die Luft erneut in Richtung Fülltülle aus und pumpen weiter, bis die Pumpe keine Luft mehr zieht. Diesen Vorgang wiederholen Sie, bis die komplette Luft aus dem Wasserbett entfernt worden ist.

Schritt 5: Pumpe entfernen

Ist die Luft vollständig abgepumpt, können Sie die Pumpe entfernen. Drücken Sie dazu die Fülltülle vorsichtig in die Matratze, bevor Sie die Pumpe abnehmen. So wird verhindert, dass erneut Luft in die Matratze eindringen kann.

Wasserbett muss ständig entlüftet werden: Woran kann es liegen?

Haben Sie Ihr Wasserbett richtig entlüftet, sollte es ausreichen, wenn Sie den Entlüftungsvorgang etwa alle sechs Monate wiederholen. Muss das Wasserbett deutlich häufiger – womöglich sogar im Wochen-Rhythmus – entlüftet werden, liegt ein Problem vor. Unter Umständen müssen Sie Ihr Wasserbett reparieren (lassen). Denkbar ist beispielsweise, dass ein Defekt am Einfüllstutzen vorliegt. Ebenfalls möglich ist ein starker Bakterienbefall. Letzterer geht oftmals mit einem unangenehmen Geruch einher.

Das Team von Meisel & Gerken wünscht Ihnen viel Erfolg beim Entlüften Ihres Wasserbetts! Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter.