Wasserbett richtig einstellen: optimale Wasserbett-Füllmenge & -Temperatur

In der Regel lässt es sich auf einer Wassermatratze wesentlich besser schlafen als auf den meisten anderen Matratzenarten – allerdings nur, wenn das Wasserbett auch richtig eingestellt ist. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie die korrekte Wasserbett-Füllmenge und -Temperatur ermitteln können.

Was Sie zur Wasserbett-Füllmenge wissen müssen

Dass Wasserbetten weder prallgefüllt sein noch zu wenig Wasser haben dürfen, ist in der Regel auch frischgebackenen Wasserbett-Besitzern klar. Geht es dagegen darum, die korrekte Wasserbett-Füllmenge zu beziffern, bleiben die Antworten meist vage. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es die richtige Füllmenge gar nicht gibt. Vielmehr entscheiden Gewicht und individuelle Statur darüber, wie viel Wasser in die Matratze gefüllt werden sollte. Das Problem: Eine grob falsch eingestellte Füllhöhe kann sogar zu körperlichen Beschwerden führen. Umso wichtiger ist es, auf die Anzeichen einer falsch bemessenen Füllmenge zu achten.

Anzeichen für eine zu geringen Füllmenge

Ist die Füllhöhe Ihres Wasserbetts zu niedrig eingestellt, sinken Sie zu tief in das Wasserbett ein, was den Druck auf Ihre Wirbelsäule erhöht. Da sich dies rein optisch kaum erkennen lässt, müssen Sie auf Ihr Liegegefühl vertrauen. Ihr Wasserbett hat vermutlich zu wenig Wasser, wenn

  • sich um Ihren Körper eine trichterförmige Kuhle bildet,

  • Sie sich nur sehr schwer umdrehen können

  • das Becken durchhängt,

  • es zu Verspannungen im Bereich des Lendenwirbels kommt,

  • die Position des Kopfes höher als die der Wirbelsäule liegt und

  • häufig Verspannungen im Nackenbereich auftreten.

Bemerken Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen, empfiehlt es sich, die Wasserbett-Füllmenge Schritt für Schritt zu erhöhen. Gehen Sie dabei behutsam vor und testen Sie zwischen den Füll-Intervallen immer wieder das Liegegefühl. Anderenfalls wird aus einer zu leeren Wassermatratze schnell eine zu volle.

Anzeichen für eine zu hohe Wasserbett-Füllhöhe

Ob ein Wasserbett zu voll ist, lässt sich ebenfalls nicht immer auf Basis der Optik sagen. Aber auch hier geben Ihnen eine Reihe von Faktoren eine Entscheidungshilfe an die Hand. In Ihrem Wasserbett befindet sich wahrscheinlich zu viel Wasser, wenn

  • der Kopf hängt und die Hüften höher als der Nacken liegen,

  • Sie Schmerzen im Schulter- oder Nackenbereich spüren,

  • Sie in der Schulterregion einen schmerzhaften Druck wahrnehmen,

  • sich rund um den Körper Beulen bilden,

  • Ihnen Lendenwirbel-, Oberschenkel- und Gesäß-Region Probleme bereiten und

  • die Wirbelsäule die Form eines S annimmt.

Übrigens: Eine viel zu hoch eingestellte Füllhöhe können Sie durchaus auf den ersten Blick erkennen. Dabei wirkt das Wasserbett wie ein prallgefüllter Luftballon. In diesem Fall gilt es, die Füllhöhe dringend zu reduzieren.

Abschließende Hinweise zur richtigen Wasserbett-Füllmenge

Da die optimale Füllhöhe insbesondere von Gewicht und Statur abhängt, ist deren Einstellung bis zu einem gewissen Grad nur im Trial-and-Error-Verfahren möglich. Abhängig von der Art und Größe des Wasserbetts sowie Ihrem Gewicht lässt sich allerdings zumindest ein Richtwert für die richtige Füllmenge errechnen. Nähere Hinweise zur Berechnung kann Ihnen der Hersteller des entsprechenden Wasserbetts geben. Dabei sind teilweise auch pauschale Angaben zur Höhe des Füllstands möglich. Bei Fragen rund um die optimale Füllmenge können Sie sich aber natürlich auch jederzeit an das Team von Meisel & Gerken wenden. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Gut zu wissen: Wie Sie Ihr Wasserbett richtig befüllen, lesen Sie ebenfalls in unserem Wellness-Magazin.

Wasserbett-Temperatur einstellen: So geht‘s

Über das Thermostat Ihres Wasserbetts können Sie die gewünschte Temperatur nach Belieben einstellen. Während die genaue Temperatur auch vom persönlichen Empfinden abhängt, ist das Einstellen der Wasserbett-Heizung alternativlos. Der Grund: Wasser leitet Wärme sehr gut – im Gegensatz zu Luft. Bei einer Raum- und Wassertemperatur von etwa 20 °C würde die Wassermatratze dem Körper, der im Mittel eine Temperatur von um die 36,5 °C hat, schlicht zu viel Wärme entziehen. Damit ist das Heizen von Wasserbetten auch im Sommer immer notwendig.

Die richtige Wasserbett-Temperatur: Empfehlungen

Während über die Notwendigkeit des Beheizens Einigkeit herrscht, scheiden sich an der idealen Wasserbett-Temperatur die Geister. Fakt ist: Eine allzu pauschale Antwort ist nicht möglich. Dafür ist das Temperatur-Empfinden von Menschen zu verschieden. Zumal die als optimal empfundene Temperatur meist auch in Abhängigkeit von der Jahreszeit variiert. Die meisten Menschen empfinden es als angenehm, wenn das Wasserbett auf etwa 27 °C beheizt wird. Wasserbett-Einsteigern empfehlen wir daher, es zunächst mit dieser Temperatur zu versuchen.

Mindest- und Höchsttemperaturen

In der Regel lässt sich das Wasserbett-Thermostat nicht unter einen Wert einstellen, bei dem der Körper massiv auszukühlen droht. Bei vielen Herstellern beginnt die einstellbare Mindesttemperatur des Wasserbetts bei 24 °C. Mit sehr warmen Pyjamas und Decken mag dieser Wert noch tolerierbar sein. Nach unserer Erfahrung nehmen die meisten Menschen diese Temperatur aber als zu kühl wahr.

Auch hinsichtlich der Höchsttemperatur gibt es herstellerabhängig Unterschiede. So sind teils Temperaturen von 35 °C und mehr einstellbar. Zum schnellen Vorheizen für eine kalte Nacht kann das durchaus sinnvoll sein. Über einen längeren Zeitraum ausreizen sollten Sie diese Werte allerdings nie. Beim Zubettgehen gilt es, die Temperatur immer auf maximal 29 °C zurückdrehen. Anderenfalls sind schweißnasse Nächte vorprogrammiert.

Der Einfluss der Jahreszeiten

Welche Wasser-Temperatur wir als angenehm empfinden, hängt maßgeblich von der Umgebungstemperatur ab. Daher kann es sinnvoll sein, die Wasserbett-Temperatur insbesondere in den Sommer- und Wintermonaten anzupassen.

  • Frühling- und Herbst: Bei frühlinghaften und frühherbstlichen Temperaturen ist eine Temperatur von 27 °C empfehlenswert.

  • Winter: In der kalten Jahreszeit empfinden viele Menschen eine auf 28 °C aufgeheizte Matratze als angenehm.

  • Sommer: In den Sommermonaten kann das Thermostat ruhig auf 26 °C zurückgedreht werden. Praktischer Nebeneffekt: An warmen Sommertagen lässt sich das Wasserbett hervorragend zur Kühlung des Schlafzimmers nutzen.

Gut zu wissen: Wenn Sie mit der Temperatur Ihrer Wassermatratze experimentieren, benötigen Sie etwas Geduld. Es dauert eine Weile, bis sich die Temperatur des Wassers um 1 °C abkühlt oder erwärmt.

Das Team von Meisel & Gerken wünscht Ihnen erholsame und wohltemperierte Nächte in Ihrem Wasserbett!