Schimmel auf der Matratze? Alle Soforthilfe- und Vorbeuge-Maßnahmen im Überblick

Auf herkömmlichen Matratzen ist Schimmel nicht ungewöhnlich. Wir zeigen Ihnen, wie Stockflecken und Schimmel entstehen und was Sie dagegen tun können. So viel vorweg: Bei Luftkernmatratzen> und Wassermatratzen ist die Gefahr einer Schimmelbildung denkbar gering.

Wie entsteht Schimmel auf einer Matratze?

Auf einer Matratze Schimmel zu erkennen ist nicht schwer. Die hässlichen bräunlich-schwarzen Flecken zusammen mit einem modrigen, muffigen Geruch sind ein untrügliches Zeichen für Schimmelpilzbefall. Grund hierfür ist überschüssige Feuchtigkeit, wie sie etwa in der Nacht durch Schwitzen entsteht, die nur unzureichend abtransportiert werden kann. Insbesondere auf herkömmlichen Kaltschaummatratzen kommt es wegen den schlechten Belüftungsmöglichkeiten häufig zur Schimmelbildung. Das feucht-warme Klima im Matratzeninneren ist der perfekte Nährboden für Schimmel.

Schimmel auf der Matratze: Was tun?

Leider tritt Schimmel sehr häufig zunächst auf der Unterseite der Matratze auf. Ein Schimmelpilzbefall wird daher oftmals erst vergleichsweise spät entdeckt. Werden schon relativ große Flächen von Schimmelpilzen bedeckt, ist die Matratze in der Regel nicht mehr zu retten. In dem Fall sollten Sie diese schnellstmöglich entsorgen – auch, um Ihrer Gesundheit nicht zu schaden. Sind dagegen nur vereinzelte Stockflecken sichtbar, stehen die Chancen gut, den Schimmel entfernen zu können.

Schimmel auf der Matratze entfernen: Diese Möglichkeiten haben Sie

Um Schimmel zu entfernen, haben Sie prinzipiell drei Möglichkeiten:

  1. Hausmittel: Leichten Stockflecken können Sie zu Leibe rücken, ohne die Chemiekeule schwingen zu müssen. Bewährte Hausmittel wie Zitronensaft und Salz, Backpulver, Essig oder hochprozentiger Alkohol können Schimmelspuren auf der Matratze entfernen.

  2. Schimmelspray: Um Schimmelsporen abzutöten, ist auch spezielles Schimmelspray gut geeignet. Allerdings dringt dieses bis zu einem gewissen Grad auch in die Matratze ein. Für die Reinigung kommen daher ausschließlich chlorfreie Sprays in Frage, die auch für die Anwendung auf Textilien genutzt werden.

  3. Reinigung: Bei hartnäckigen Schimmelflecken kann sich eine professionelle Reinigung lohnen. Spezialisierte Dienstleister behandeln Ihre Matratze entweder vor Ort oder in ihren Räumlichkeiten. Nachteil: Dieser Service ist nicht billig und lohnt sich oft nur bei vergleichsweise neuen Matratzen.

Schimmelfreie Alternativen: Luftkernbett und Wasserbett

Sie haben keine Lust, sich mit Schimmelflecken auf der Matratze herumzuärgern? Müssen Sie auch nicht. Entscheiden Sie sich für ein Luftkernbett oder ein Wasserbett ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich Schimmel bildet.

Luftkernbett – schlafen wie auf Wolken

Im Inneren einer Luftkernmatratze befindet sich genau das: Luft. Während sich herkömmliche Matratzen mit Feuchtigkeit vollsaugen können und damit ein idealer Nährboden für Schimmelpilze sind, bieten Luftkernmatratzen Schimmel keinerlei Angriffsfläche. Obendrein hat die Matratzenart zahlreiche Vorteile. So erhöhen Luftkernmatratzen die Schlafqualität, punkten mit einer langen Matratzen-Lebensdauer und kommen ganz ohne Druckpunkte aus. Letzteres macht sie zur idealen Matratze bei Rückenschmerzen.

Wasserbett – sehr geringe Schimmelgefahr

Neben Luftkernbetten weisen auch Wasserbetten eine sehr geringe Schimmelgefahr auf. Der Grund: Sie werden von der integrierten Heizung kontinuierlich erwärmt, wodurch überschüssige Feuchtigkeit schnell verdampft. Selbst wenn Sie bei sommerlichen Temperaturen im Wasserbett schwitzen sollten, bildet sich selten Schimmel. Möglich ist aber, dass Stockflecken im Wasserbett, genauer gesagt am Bezug, entstehen. Bei Wasserbetten mit Mehrkammersystem ist allerdings auch das sehr unwahrscheinlich – Topper und Klimaband sei Dank.

Das Team von Meisel & Gerken wünscht Ihnen angenehme Nächte auf Ihrer schimmelfreien Matratze!